al-Nadr ibn al-Harith

Der Koranspötter der Quraysh; nach Badr als Gefangener hingerichtet.

Ein gelehrter Gegner aus den Quraysh, „einer der Shayatin der Quraysh“, berüchtigt als Spötter über den Koran; als Kriegsgefangener nach Badr hingerichtet.

Identität und Abstammung

Von den Quraysh. Ausgebildet im Ausland, in al-Hirah, der lachmidischen Hauptstadt im Irak, wo er persische Sagen und Überlieferungen aufnahm. Ibn Ishaq nennt ihn „einen der Shayatin (Teufel) der Quraysh“.

Rolle in der Sīra

Ein führender geistiger Widersacher der Da’wah des Propheten ﷺ. Wo andere mit Gewalt entgegentraten, setzte al-Nadr eine Gegenerzählung dagegen — er nutzte seine auswärtige Bildung, um die Offenbarung herabzusetzen.

Wichtige Episoden

Charakter und Lehren

Klugheit ohne Aufrichtigkeit wurde zum Werkzeug der Leugnung. Seine Bildung machte ihn schuldiger, nicht unschuldiger — Wissen ohne Demut verhärtet das Herz.

Tod

Bei Badr gefangen genommen; einer von nur zwei hingerichteten Gefangenen (zusammen mit Uqba ibn Abi Mu’ayt), getötet von Ali (ra) auf dem Rückweg nach Medina. Yasir Qadhi liest Q 8:31–33 als an ihn gerichtet: Er hatte Allah einst herausgefordert, „Steine regnen zu lassen“ — Badr war diese erhörte Strafe. Er starb als Heide.

Querverweise

Die Schlacht von Badr · Uqba ibn Abi Mu'ayt · Muhammad ﷺ · Ali ibn Abi Talib (ra) · Quraysh · Da'wah und ihre fünf Stufen

Quellen