Die Hunafa'
Die Monotheisten, die den Götzendienst schon vor dem Islam zurückwiesen.
n. Chr. vor ca. 610 n. Chr.
Hanif (حنيف, Pl. hunafa’) — „einer, der sich abwendet“, nämlich vom Schirk hin zum reinen Monotheismus, also zur überlebenden Religion Ibrahims (as). Eine Handvoll von ihnen gab es im vorislamischen Arabien (EP 004).
Bekannte Hunafa’
- Waraqa ibn Nawfal — Cousin Khadijahs; er wurde Christ und bestätigte später die erste Offenbarung als das Kommen „des Namus (Jibril), der zu Musa kam.“
- Zayd ibn Amr ibn Nufayl — er wies sowohl die Götzen als auch die Verfälschungen der Juden und Christen zurück und rettete kleine Mädchen davor, lebendig begraben zu werden. Er starb etwa fünf Jahre vor Beginn der Sendung. Der Prophet ﷺ sagte, er werde „als seine eigene Ummah auferweckt“, und berichtete, ihn im Paradies gesehen zu haben — eine Ein-Mann-Ummah.
- Ubaydillah ibn Jahsh — ein Cousin des Propheten ﷺ; er fiel später in Abessinien zum Christentum ab (seine Witwe Umm Habibah heiratete später den Propheten ﷺ).
- Uthman ibn al-Huwayrith — wurde Christ und Dolmetscher für Rom.
- Quss ibn Sa’ida — ein berühmter, wortgewaltiger Prediger gegen den Götzendienst, an den sich der Prophet ﷺ bewundernd erinnerte.
Lehre
Aufrichtigkeit findet Rechtleitung selbst in einer götzendienerischen Gesellschaft — was sich in Salman al-Farisis langer Suche nach dem verheißenen Propheten spiegelt (EP 004).
Querverweise
Waraqa ibn Nawfal · Zayd ibn Amr ibn Nufayl · Jahiliyyah (das vorislamische Arabien) · Der Beginn der Offenbarung (Iqra) · Khadijah bint Khuwaylid (rha)
Quellen
- S003 — Yasir Qadhi Seerah EP 004 (und EP 010 zu Waraqa).