Mukhayriq (ra)
Der Rabbiner, der bei Uhud für die Muslime fiel; „der beste der Juden“.
Hijri 3 AH n. Chr. 625 n. Chr.
Ein Rabbiner und Gelehrter der Juden Medinas, der die Verfassung von Medina achtete und bei Uhud im Kampf für die Muslime fiel.
Identität und Abstammung
Ein gelehrter Rabbiner (Gelehrter der Juden Medinas) und ein vermögender Mann, dem Gärten und Grundbesitz in der Stadt gehörten. Er erkannte Muhammad ﷺ und betrachtete den Vertrag, der die jüdischen Stämme an die Muslime band, als echte Verpflichtung.
Rolle in der Sīra
Er verkörperte die Bestimmungen der Verfassung von Medina: die gemeinsame Verteidigung der Stadt. Als die Quraysh auf Uhud zumarschierten, sah er die Verteidigung Medinas als seine Bundespflicht an.
Wichtige Episoden
- Uhud (ein Samstag): Mukhayriq forderte seine Leute auf, den Muslimen dem Vertrag gemäß beizustehen. Sie lehnten unter Verweis auf den Sabbat ab. Er hielt ihnen entgegen — „Möget ihr keinen Sabbat haben!“ — und erklärte: „Wenn ich falle, geht mein Besitz an Muhammad.“ Er griff zu den Waffen, kämpfte für die Muslime und wurde in ihrer Verteidigung getötet.
Charakter und Lehren
Der Prophet ﷺ rühmte ihn: „Mukhayriq ist der beste der Juden“, im Anklang an seine Wertschätzung für Mut’im ibn Adi. Die von ihm vermachten Gärten und Güter wurden zu einer wichtigen Quelle der Wohltätigkeit (Sadaqah) des Propheten ﷺ. Sein Beispiel zeigt, dass sich die Auseinandersetzungen des Propheten ﷺ gegen Vertragsbrecher richteten und nicht gegen Juden als solche.
Tod
Gefallen im Kampf bei Uhud im Jahr 3 AH / 625 n. Chr., kämpfend für die Muslime — er starb als Muslim.
Querverweise
- Muhammad ﷺ — rühmte ihn und erbte seine Gärten
- Die Schlacht von Uhud — wo er fiel
- Die Verfassung von Medina — der Vertrag, den er achtete
- Mut’im ibn Adi — vergleichbares Lob
- Medina · Uhud · Quraysh
Quellen
- S007 — Yasir Qadhi, Vortragsreihe Seerah EP 041–050 (bes. EP 048–049).
- Klassisch: Ibn Ishaq/Ibn Hisham (Sirat Rasul Allah) hält Mukhayriqs Geschichte bei Uhud und die Worte des Propheten ﷺ fest; ebenso vermerkt bei Ibn Sa’d (Tabaqat).