Das Urteil über die Banu Qurayza

Die Abrechnung mit dem letzten jüdischen Stamm (5 AH); der Spruch Sa'd ibn Mu'adhs.

Die Abrechnung mit dem dritten und letzten jüdischen Stamm Medinas, den Banu Qurayza, unmittelbar nach der Schlacht von Khandaq — bestraft für den Verrat, ihren Vertrag während der Belagerung gebrochen zu haben, nicht für ihre Religion.

Datum (Hijri / n. Chr.)

Dhu al-Qa’dah 5 AH (627 n. Chr.), direkt nach al-Ahzab; die Belagerung dauerte 25 Tage.

Hintergrund

Während der Schlacht von Khandaq hatte Huyayy ibn Akhtab die Banu Qurayza dazu verleitet, ihren Vertrag mit dem Propheten ﷺ zu zerreißen, während die Verbündeten (al-Ahzab) Medina belagerten — ein existenzieller Verrat von innen. Als die Verbündeten flohen, kam Jibril zur Zuhr-Zeit zum Propheten ﷺ, noch gerüstet, und sagte: „Die Engel haben ihre Waffen nicht niedergelegt“, und befahl ihm, sogleich zu den Banu Qurayza zu ziehen. Der Prophet ﷺ ließ ausrufen: „Keiner bete Asr außer bei den Banu Qurayza.“

Was geschah

Beteiligte

Der Prophet ﷺ und die Muslime; die Aws (die alten Verbündeten der Qurayza, die um Gnade baten); Sa’d ibn Mu’adh als Schiedsrichter; die Oberhäupter Ka’b ibn Asad und Huyayy ibn Akhtab (der sich mit ihnen eingeschlossen hatte).

Ausgang und Bedeutung

Lehren

Ordnung statt selbstjustizhafter Erregung; Verrat wird nach den Maßstäben des Krieges gerichtet, nicht aus Voreingenommenheit (Yasir Qadhi verweist auf Deuteronomium 20:10–14 als die eigene Schrift des Stammes und entgegnet dem Vorwurf des „Antisemitismus“: hart, ja — aber für das, was sie taten); und die Schönheit darin, dass das Urteil von ihrem eigenen Verbündeten gesprochen wurde und nicht vom Propheten ﷺ.

Querverweise

Die Schlacht von Khandaq (al-Ahzab) · Sa'd ibn Mu'adh (ra) · Huyayy ibn Akhtab · Muhammad ibn Maslamah · Ali ibn Abi Talib (ra) · Medina (Yathrib) · Masjid al-Nabawi (Die Prophetenmoschee) · Ghanima (Kriegsbeute) · Muhammad ﷺ · Die Vertreibung der Banu Nadir · Die Vertreibung der Banu Qaynuqa · Sīra-Zeitstrahl

Quellen