Die Geschichte des Ka'b ibn Malik (die drei Zurückgebliebenen)

Die drei, die von Tabuk zurückblieben; die große Erzählung der Sīra über die Reue.

Die berühmteste Erzählung von Reue der Sīra: die Geschichte der drei aufrichtigen Gefährten — Ka’b ibn Malik, Murara ibn al-Rabi’ al-Amri und Hilal ibn Umayya al-Waqifi —, die ohne Entschuldigung nicht nach Tabuk zogen, sich weigerten, darüber zu lügen, einen fünfzigtägigen gesellschaftlichen Bann ertrugen und dann unmittelbar von Allah im Koran begnadigt wurden (Q 9:117–119). Ka’b erzählte sie selbst in der ersten Person; sie füllt drei Seiten in Sahih Bukhari und Muslim (Muslim stellt sie in das Buch der Reue).

Datum (Hijri / n. Chr.)

Der Zug brach im Rajab 9 AH auf; die fünfzig Nächte des Banns liefen bis zur Vergebung um den Ramadan 9 AH (630 n. Chr.).

Die Geschichte

Die Bedeutung von „khullifu“

Ka’b selbst gibt die Tafsir: „die drei, die zurückgelassen wurden“ heißt nicht, dass sie vom Feldzug zurückblieben (das taten sie zwar) — es heißt, dass der Prophet ﷺ ihren Urteilsspruch hinter den der Heuchler zurückstellte und sie in der Schwebe ließ, bis Allahs Entscheidung kam.

Nutzbringende Punkte (Auswahl)

Zuverlässigkeit (Schema §5)

Muttafaq alayh — eine lange Ich-Erzählung sowohl in Sahih Bukhari (Buch der Maghazi) als auch in Sahih Muslim (Buch der Reue), ebenso bei Ibn Ishaq und al-Tabari. Sie zählt zu den am besten gesicherten persönlichen Berichten der Sīra, neben dem Ifk.

Querverweise

Ka'b ibn Malik (ra) · Der Zug nach Tabuk · Sidq (Wahrhaftigkeit) · Sajdat al-Shukr (Niederwerfung des Dankes) · Nifaq (Heuchelei) · Talha ibn Ubaydillah (ra) · Der Vorfall um Masjid al-Dirar · Muhammad ﷺ · Sīra-Zeitstrahl

Quellen