Tabuk
Die Oase im äußersten Norden; Wendepunkt und Namensgeber des letzten Feldzugs.
Hijri 9 AH n. Chr. 630 n. Chr.
Eine Oase im äußersten Norden Arabiens, etwa 650 km nordwestlich von Medina in Richtung der byzantinischen Grenze — der weiteste Punkt, den ein muslimisches Heer zu Lebzeiten des Propheten ﷺ erreichte, und Namensgeber des Zuges nach Tabuk (Rajab 9 AH).
Geographie
Zur Zeit des Propheten ﷺ eine Wüstenquelle; heute die größte Stadt Nordarabiens (über 500.000 Einwohner, ein Land der Gärten) — womit sich die Prophezeiung des Propheten ﷺ an Mu’adh ibn Jabal erfüllt, „dieses Land wird zu Grün und Gärten werden.“
Bedeutung in der Sīra
- Der Wendepunkt des Feldzugs, an dem das von Durst gezeichnete Jaysh al-Usrah gerettet wurde, als Wasser hervorsprudelte, nachdem der Prophet ﷺ sich im letzten Rinnsal der Quelle gewaschen hatte.
- Der Prophet ﷺ lagerte hier etwa 10 bis 19 Tage; es kam zu keiner Schlacht — die Byzantiner und Ghassaniden erschienen nicht —, doch Grenzfürsten unterwarfen sich und zahlten Jizya (etwa Yuhanna von Ayla).
- Es war die letzte Ghazwa im Leben des Propheten ﷺ.
Wichtige Ereignisse hier
- Der Zug nach Tabuk (Rajab 9 AH / 630 n. Chr.) und die damit verbundene Geschichte des Ka’b ibn Malik.
Querverweise
Der Zug nach Tabuk · Die Geschichte des Ka'b ibn Malik (die drei Zurückgebliebenen) · Medina (Yathrib) · Die Schlacht von Mu'tah · Muhammad ﷺ · Sīra-Zeitstrahl
Quellen
- S011 — Yasir Qadhi Seerah EP 087–090. Sahih Bukhari und Muslim (das Wasserwunder; die Prophezeiung an Mu’adh); Ibn Ishaq/Ibn Hisham, al-Waqidi.