Der Vorfall von Ta'if

Die Steinigung in Ta'if, das Bittgebet, Addas und die Nacht der Dschinn.

Nach dem Jahr der Trauer und dem Verlust seines Schutzes in Mekka suchte der Prophet Muhammad ﷺ in der nahen Stadt Ta’if einen neuen Rückhalt — wo man ihn abwies und steinigte. Diesen Tag nannte er, seelisch, den schwersten seines Lebens, schwerer als Uhud.

Hintergrund (EP 020)

Ta’if — Mekkas „Zwillingsstadt“, Heimat der Thaqif, ein bis zwei Tagesmärsche entfernt — war die naheliegende erste Möglichkeit, nachdem Abu Lahab den Schutz entzogen hatte. Der Prophet ﷺ ging mit Zayd ibn Harithah zu Fuß dorthin, um kein Aufsehen zu erregen — ein Beispiel dafür, dass Tawakkul (Gottvertrauen) klug zu planen heißt und nicht, leichtfertig zu handeln. Die Lehre: Man bleibt in der eigenen Gesellschaft, solange es möglich ist.

Was geschah

Die drei Oberhäupter der Thaqif (die Söhne Amrs — Abd Yalil, Mas’ud, Habib) wiesen ihn spöttisch ab. Etwa eine Woche lang rief er die Stadtbewohner zum Islam; als ein Mann Interesse zeigte, hetzten die Anführer einen Pöbelhaufen auf ihn, der ihn und Zayd aus der Stadt steinigte — die Sandalen des Propheten ﷺ füllten sich mit Blut; Zayd wurde verletzt, als er ihn deckte.

Nach der Zurückweisung

Die Rückkehr nach Mekka

Da er nicht ungehindert zurückkehren konnte, suchte er Schutz: al-Akhnas und Suhayl ibn Amr lehnten ab, Mut’im ibn Adi gewährte ihn und ließ den Propheten ﷺ von seinen bewaffneten Söhnen hineingeleiten — die bürgerliche Ehre, für die der Prophet ﷺ Mut’im nach Badr so sehr rühmte.

Querverweise

Muhammad ﷺ · Zayd ibn Harithah (ra) · Mut'im ibn Adi · Das Jahr der Trauer ('Am al-Huzn) · Abu Lahab (Abd al-Uzza ibn Abd al-Muttalib) · Mekka · Da'wah und ihre fünf Stufen

Quellen