al-Mughira ibn Shu'ba (ra)

Gefährte der Thaqif, der den Propheten ﷺ bei Hudaybiyyah bewachte; sein geraubtes Vermögen wurde zurückgewiesen.

Ein Gefährte aus dem Stamm Thaqif, der bei Hudaybiyyah über den Propheten ﷺ wachte — und dabei seinen eigenen Onkel Urwah ibn Mas’ud abwehrte — und dessen Vergangenheit ein Musterfall dafür ist, wie der Islam einen scharfen Strich unter unrechtmäßig erworbenes Gut zieht.

Die Geschichte (EP 064)

In seiner Jugend war Mughira ein Räuber, der mit seiner Bande Straßenraub und Mord beging; das fällige Blutgeld ruinierte das Ansehen der Thaqif. Er floh, hörte vom Islam, trat über und kam nach Medina. Der Prophet ﷺ nahm seinen Islam an, wies aber jede Münze seines geraubten Vermögens zurück — obwohl es Heiden abgenommen war —, denn Leben und Eigentum von Nichtkriegführenden sind im Islam unantastbar. So begann Mughira bei null und wurde ein bekannter Gefährte (ein häufiger Hadith-Überlieferer).

Bei Hudaybiyyah

Er stand wie ein Leibwächter neben dem Propheten ﷺ; als Urwah immer wieder nach dem Bart des Propheten ﷺ griff, schlug Mughira ihm mit dem Schwertknauf die Hand fort: „Nimm deine Hand vom Bart des Gesandten Allahs, bevor sie abgeschlagen wird.“ Urwah erkannte seinen eigenen Großneffen und hielt ihm den alten Verrat an den Thaqif vor — den Mughira nicht bestreiten konnte.

Charakter und Lehren

Eine lebende Widerlegung des Vorwurfs der „Wegelagerei“ gegen die frühen Muslime: Sie raubten nicht nur nicht, sie weigerten sich sogar, Geraubtes anzunehmen. Der Islam wischte seine Tafel rein — nicht aber die Ansprüche seiner Opfer.

Querverweise

Der Vertrag von Hudaybiyyah · Urwah ibn Mas'ud al-Thaqafi (ra) · Muhammad ﷺ · Sīra-Zeitstrahl

Quellen