Amir ibn al-Tufayl

Der hochmütige Häuptling, der das Massaker von Bir Ma'una betrieb.

Der hochmütige Häuptling aus Najd, der das Massaker an etwa 70 Gefährten bei Bir Ma’una ins Werk setzte — das schlimmste Massaker der Sīra — und einen elenden Tod starb, nachdem der Prophet ﷺ ein Bittgebet gegen ihn gesprochen hatte. Yasir Qadhi stellt ihn als den Urtyp des Herzens des Kufr dar.

Identität und Abstammung

Ein Häuptling eines örtlichen Stammes in Najd (Nordarabien); sein Onkel soll Abu Bara Amir ibn Malik gewesen sein, der hohe Häuptling, der den Muslimen Schutz zugesichert hatte. (Eine ausführlichere Abstammung nennen die Vorträge nicht.)

Rolle in der Sīra

Er gehörte zu jenen hochmütigen Anführern, die den Islam nur unter Bedingungen annehmen wollten. Er hatte mit dem Propheten ﷺ zu handeln versucht — er werde den Islam nur annehmen, wenn ihm der Prophet ﷺ die Herrschaft über die Beduinengebiete gebe oder ihn nach seinem Tod zum Nachfolger mache —, Forderungen, die der Prophet ﷺ zurückwies, was seinen Hochmut nur vertiefte.

Wichtige Episoden

Charakter und Lehren

Yasir Qadhi stellt ihn Khubayb ibn Adi gegenüber: Wo Khubayb das Kind eines Feindes verschonte, obwohl die Rache in seiner Hand lag, ermordete Amir einen geschützten Boten und 70 Betende. „So verhält sich das Herz des Iman zum Herzen des Kufr. Das Herz des Iman ist ein Herz der Sittlichkeit; das Herz des Kufr kennt keinerlei Sittlichkeit.“

Tod

Nachdem der Prophet ﷺ ein Bittgebet gegen ihn gesprochen hatte, befiel ihn eine sich ausbreitende, lepraähnliche Seuche (die unter der Achsel begann). Seine eigenen Leute verließen ihn; er wurde zu einem wahnhaften Ausgestoßenen und starb einen „überaus schmerzhaften und elenden Tod allein in der Wüste“ — verstanden als Strafe Allahs.

Querverweise

Quellen